Qualvolle Zeit
Gedicht - Text von Tati am 16. November 2007 12:51:
Tausend Gedanken und doch völlige Leere.
Vertrauen und Geborgenheit, dennoch totale Unerreichbarkeit.
Der Wille zur Erklärung, doch die Angst dominiert.
Angst sich zu offenbaren, Gefühle zu zeigen, verletzlich zu erscheinen, angreifbar sein.
Alte Wunden sind verheilt, doch haben Narben zurückgelassen.
Sie verhärten die Furcht vor Veränderungen.
Tränen, die nie wirklich getrocknet.
Die ewige Empfindung, unverstanden zu sein.
Sehnsüchte, die immer bestehen.
Schmerzen, die nicht vergehen.
Träume, die wie Seifenblasen zerplatzen.
Worte, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen.
Ein schwarzes tiefes Loch. Der Fall, unaufhörlich. Kein Entkommen.
Der Aufbau und die erneute Zerstörung. Immer wieder, unaufhaltsam.
Quälender Kummer, der ewig verweilt.
Wenn selbst die Zeit keine Wunden heilt.
Der gescheiterte Versuch zu vergessen.
Kein Verlangen nach Nähe und Zärtlichkeit.
Wenn eine Berührung nicht das Feuer der Leidenschaft entfacht, sondern schmerzt.
Wenn Nähe nur erdrückt.
Ein Kuss total kalt erscheint und nichts bewegt.
Vertrauen, das über Jahre aufgebaut – Ein Wort – Ein Blick –
Den Glauben an die Liebe raubt.
Die Mauer, die einst aus Verletzungen gebaut.
Sie abzubrechen, bisher nicht getraut.
Wenn man sich mit Erinnerungen quält und einem die Einsicht fehlt.
Sich eingestehen
der Kampf ist verloren -
erst dann wird man neu geboren.
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